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Lernen vor Ort - Aktuell
Zweites kreisweites Treffen der Integrationslotsinnen und -lotsen

Am 27. Juni trafen sich die Integrationslots/innen des Rheingau-Taunus-Kreises im Rheingauer-Islamischen Kulturverein e.V. (RIK) in Rüdesheim. Organisiert und moderiert wurde das Treffen von Rita Czymai, Büro für Gleichstellungsfragen und Frauenangelegenheiten und Christine Knapp-Aschberger, Lernen vor Ort.
Aus Idstein und Aarbergen kommend hatten einige der Engagierten eine recht weite Anfahrt hinter sich gebracht. "Aber das hat sich gelohnt", so die Aussage einer Teilnehmerin. Der Austausch war sehr angeregt und offen. Die Engagierten konnten sich gegenseitig Tipps geben und erfuhren Aktuelles aus den verschiedenen Städten. Die Atmosphäre war freundlich und vertrauensvoll. Die lange Tafel, von den Frauen des Kulturvereins reich gedeckt, war gut besetzt.
Ziel der regelmäßig geplanten Treffen ist das gegenseitige Kennenlernen und der Informationsaustausch untereinander aber auch mit der Kreisverwaltung. Das Treffen bietet für die Integrationslotsinnen und -lotsen die Möglichkeit, ihre Anliegen an die Kreisverwaltung zu formulieren. Umgekehrt erfahren die Aktiven Neues von Kreisseite. Dies bietet die Grundlage dafür, die Aktivitäten und Anliegen zu koordinieren und zu unterstützen.
So wurde bei dem Treffen deutlich, dass das Arbeitsaufkommen für Viele sehr hoch ist. Sich selbst und den Ratsuchenden Grenzen setzen zu können, ist im Rahmen dieses Engagements eine wichtige Voraussetzung, um die freiwillige Tätigkeit mit Familie, Beruf und Privatleben in gesunden Einklang zu bringen. Regelmäßiges Coaching wäre für dieses Thema, aber auch zur Fallbesprechung, eine sinnvolle Unterstützung für die Integrationslots/innen. Dies wurde als Wunsch von den Teilnehmenden geäußert.
Deutlich wurde an diesem Abend auch, dass mit dem Freizügigkeitsrecht für Unionsbürger/innen der Bedarf an der Tätigkeit der Lotsinnen und Lotsen steigt. Verstärkter Bedarf besteht beispielsweise an Unterstützung in den Sprachen Rumänisch und Bulgarisch. Aus diesem Sprachraum gibt es bisher kaum Lotsinnen und Lotsen. Das zeigt, dass es Bedarf an weiteren Engagementwilligen und an weiterer Basisqualifizierung für sie gibt.



