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31. Mai 2012, 14:00 - 17:00
"Den Weiterbildungsdschungel lichten!" - Berufswege für pädagogische Fachkräfte mit Beratungsaufgaben - mehr
Integrationslotsen zeigen Wege zur Bildung

Im Rheingau-Taunus-Kreis leben rund 16.000 nicht-deutsche Menschen. Dazu kommen schätzungsweise weitere 15.000 deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen finden keinen Zugang zu Beratungsdiensten, öffentlichen Einrichtungen oder kulturellen Angeboten. Kommunale Angebote sind ihnen oft nicht bekannt. Wer an der Gesellschaft teilhaben und dies auch seinen Kindern vermitteln will, muss sich in ihr zurechtfinden können und ihre Möglichkeiten und Angebote zu nutzen wissen.
Ausbildung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund zu Integrationslotsen
Lernen vor Ort setzt im Aktionsfeld „Integration“ ein Modell zur Integration und Unterstützung ausländischer Familien in ausgewählten Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises um. Eine Idee dazu ist die Ausbildung von ehrenamtlich tätigen Menschen mit Migrationshintergrund zu Integrationslotsen.
Vor Ort lebende Migrantinnen und Migranten besuchen ausländische Familien und unterstützen sie in Fragen der Bildung, Erziehungsverantwortung, Sprachentwicklung, Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie Arbeit und Gesundheit. Sie sind kompetente Ansprechpartner/innen und informieren über kommunale Strukturen, Anlaufstellen, Bildungseinrichtungen sowie Hilfs- und Beratungsangebote.
Die Integrationslotsen werden für ihre Tätigkeit gut ausgebildet. Regionale Akteure wie Ausländerbeirat, Integrationsbeauftragte, Erziehungsberatungsstellen, Bildungseinrichtungen, Jugendamt, Präventionsrat etc. werden in das Vorhaben eingebunden und unterstützen die Integrationslotsen bei ihrer Tätigkeit.
Fortbildungen, professionelles Coaching und kollegiale Beratung sichern eine gleich bleibende Qualität der Arbeit. Die Integrationslotsen sollen für ihre Tätigkeit von der Kommune eine Aufwandsentschädigung erhalten.
Das Konzept wird in Idstein und im Rheingau umgesetzt.



